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Projekte

ModuSOL

Entwicklung digitaler modulgestützter selbstorganisierter Lehr- und Lernarrangements für benachteiligte Zielgruppen

Development of digital module-based self-oriented teaching and learning arrangements for disadvantaged target groups

In der Berufsbildung genügt der alleinige Nachweis einer formalen Qualifikation nicht mehr, um Tätigkeiten in einem bestimmten Beruf kompetent erfüllen zu können. Digitale Lernformate bieten sich daher als Unterstützung in Lehr-/Lernarrangements an, da sie mehr Freiraum für kooperatives Lernen ermöglichen.

Aus aktuellen Entwicklungen wie z.B. in den Berufsfeldern des Bauhauptgewerbes oder dem Handwerk allgemein erkennen wir, dass es besonders in der Berufsbildung einer stärkeren Implementierung digitaler Lernformate bedarf.

Digitale Lernformate prägen die Selbststeuerungskompetenz Lernbenachteiligter aus, da sie die Möglichkeit zu Visualisierung, Kommunikation und Kooperation in einem durch den Lernenden selbstständig zu organisierenden Lernrahmen eröffnen. Ferner sind diese Produkte wiederholt und zu individuellen Zeiten abrufbar und ermöglichen dadurch eine gesteigerte Form des selbstorganisierten Lernens.

Innovative Lernprozesse erhöhen die Motivation der Auszubildenden und minimieren die Auflösungsquote von Ausbildungsverhältnissen, die in vielen Branchen bei ca. 40% liegt und somit ein wesentlicher Problembereich der Fachkräftesicherung ist.

Die in der bisherigen Praxis durch Lehrunterweisungen vermittelten Lerninhalte werden von lernbenachteiligten Auszubildenden kognitiv häufig nicht im ausreichenden Maße erfasst.

Ein digitales modulgestütztes selbstorganisiertes Lernen im Sinne des "E-Learning 2.0", welches gemeinsam von Lehrenden und Lernenden gestaltet wird, wird benachteiligte Zielgruppen in gesteigertem Maße an der beruflichen Bildung partizipieren lassen.

Dies bildet eine Grundlage für die verstärkte Entwicklung der Selbststeuerungskompetenz durch eigenverantwortliches Gestalten der Lernphasen, die Steigerung der Kommunikations- und Teamkompetenz durch Gruppenarbeit mit Auszubildenden und Ausbildern sowie die Ausprägung der Medienkompetenz durch das Erstellen und Realisieren von digitalen Inhalten.

Als indirekte Zielgruppe partizipieren die Ausbilder in den Betrieben, Lehrkräfte der Berufsschulen, die Lehrer der allgemeinbildenden Schulen (im Besonderen im Rahmen von Berufsorientierung), an den Projektergebnissen, da sie sich ebenfalls der Plattform und dem Content, aber auch der Umsetzungserfahrungen bedienen können. Die erarbeiteten digitalen Inhalte ermöglichen einen neuen Einblick in reale Lernsituationen und vermitteln somit ein realistisches Bild von den Berufen. Die berufliche Orientierung der Jugendlichen erfährt eine wichtige zusätzliche Informationsgrundlage, da die Inhalte von Auszubildenden mitgestaltet werden.

Der transnationalen Zusammenarbeit kommt ebenso eine wichtige Rolle zu. Die Lehr- und Lernmethoden sind in den Partnerländern sehr unterschiedlich, da auch die Ausbildungssysteme sich unterscheiden. Der Abgleich unterschiedlicher Ausgangssituationen und der Ist-Stände der einzelnen Partnerländer, der vielfältigen Methoden,  Herangehensweisen  und Erfahrungen in der Umsetzung von digitalen modulgestützten selbstorganisierten Lernmethoden für benachteiligte Zielgruppen, mit besonderem Fokus auf die berufliche Bildung, führt zu einem so auf regionaler und nationaler Ebenen bisher nicht realisierten qualitativen Mehrwert des Projektes.

ModuSOL ist ein Projekt im Erasmus+ Programm zur Erarbeitung von Lernmodulen mit Hilfe internationaler strategischer Partnerschaften. Neben dem Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg gGmbH sind folgende Partner beteiligt:

Decroly, Spanien

Institut INPRO; Tschechische Republik

Dundee & Angus College, Schottland, Vereinigtes Königreich

RegioVision GmbH Schwerin, Bundesrepublik Deutschland

 

Projektlaufzeit: 01.10.2017 – 31.09.2019

Förderung durch

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Ansprechpartner

Herr Feyzullah Yeşilkaya
Telefon: 030-72389738
yesilkaya@lehrbauhof-berlin.de