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Die Geschichte des Lehrbauhofes

Der Lehrbauhof der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. wurde vor mehr als 50 Jahren gegründet.
Mit Beschluss der Generalversammlung am 14. Mai 1956 wurde der Bau des Lehrbauhofes in der Belßstraße 12 in Berlin-Marienfelde eingeleitet.

 

Der Lehrbauhof 1967
Der Lehrbauhof 1967

Der erste regelmäßige Lehrgang für Maurer begann im Juni 1957.
Der Pflichtbetrieb in der überbetrieblichen Ausbildung wurde auf dem Lehrbauhof am 1. April 1962 eingeführt. Bereits damals hatten die Unternehmer damals erkannt, dass allein durch betriebliche Praxis dem dringend benötigten Nachwuchs das notwendige Wissen nicht in vollem Umfang vermittelt werden konnte.

Im Jahre 1974 trat auf Bundesebene die Stufenausbildungsverordnung für die Bauwirtschaft in Kraft, mit deren Umsetzung der Lehrbauhof am 1. September 1976 begann. Mit der gesetzlichen Einführung der obligatorischen überbetrieblichen Ausbildung in den Bauberufen erfuhr die Arbeit des Lehrbauhofes eine deutliche Ausweitung und gewann erheblich an Bedeutung. Die Ausbildungskapazitäten wurden den aktuellen Anforderungen angepasst. Mittlerweile sind auf dem Lehrbauhof 12 Hallen für die Ausbildung vorhanden.

Lageplan

 

Das Sozial- und Bürogebäude wurde in den Jahren 1979 / 1980 neu errichtet, die einzelnen Hallen kamen später hinzu. Die Wiedervereinigung hat zunächst die Anforderungen an den Lehrbauhof erhöht. Die Einführung der Stufenausbildungsverordnung zum 1. September 1991 (auch im östlichen Teil Berlins und in Brandenburg) ließ die Zahl der Baubetriebe und damit die Anzahl der Auszubildenden enorm anwachsen. Waren zu Westberliner Zeiten 380 Lehrlinge zum Schuljahresbeginn auf dem Lehrbauhof zur Ausbildung, stieg die Zahl bis 1994 auf 977 betriebliche Ausbildungsplätze an.

 

Eine neue Ausbildungshalle 1997
Eine neue Ausbildungshalle 1997

Alle Bemühungen des Baugewerbes, Zukunftsarbeitsplätze anzubieten, mussten letztlich an der Perspektivlosigkeit der Baubetriebe, die sich im Gefolge der konjunkturellen Krise der Bauwirtschaft seit 1996 abzeichnete, scheitern. Trotzdem werden sich die Fachgemeinschaft Bau und der Lehrbauhof nicht aus seiner Verantwortung in der Berufsausbildung zurückziehen. Vielmehr werden wir durch zusätzliche Programme und durch eine extensive Erweiterung unseres Fort- und Weiterbildungsangebotes die Weiterentwicklung des Lehrbauhofes gewährleisten.
Der Lehrbauhof trägt somit zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung der Bildungstätigkeit in der Berliner und Brandenburger Bauwirtschaft bei.
Das große ehrenamtliche Engagement, das die über 40 Prüfungskommissionen mit insgesamt 240 Kommissionsmitgliedern leisten, muss hierbei lobend erwähnt werden. Ohne das zeitaufwendige Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter ließen sich die Aufgaben der Berufsausbildung nicht erfüllen.